Unser Kulturanum erhält den Titel »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«

Im Frühjahr 2019 bildete sich auf Initiative einiger SchülerInnen unserer Schule ein kleines Team, welches sich das Ziel setzte, Teil des Courage-Netzwerkes zu werden. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR – SmC) ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Hier setzen sich ca. 1,8 Millionen SchülerInnen in ca. 3100 Schulen für ein demokratisches Miteinander in ihren Schulen ein. Kinder und Jugendliche haben in diesem Netzwerk die Möglichkeit, aktiv die Schule mitzugestalten und sich gegen jede Form der Diskriminierung, Gewalt und demokratiegefährdende Ideologien zu wenden.“ (http://www.schule-ohne-rassismus-thueringen.de/netzwerk/)
Am Kulturanum lernen und leben Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen und aus verschiedensten Herkunftsländern. Das „Schule ohne Rassismus-Team“ hatte sich zum Ziel gesetzt, dieser Vielfalt tolerant und respektvoll gegenüberzutreten und ihr einen würdigen Rahmen zu verleihen.
So fanden kurz vor den Sommerferien zwei Seminare statt, in denen die StammgruppensprecherInnen auf die Abstimmung vorbereitet wurden.
Und schließlich haben sich fast 80% der Schulgemeinschaft entschieden, diesen Titel tragen zu wollen und sich auch zukünftig dazu verpflichtet, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
Mit dem künstlerischen Leiter des Theaterhauses Jena, Walter Bart, konnte das Team auch einen offiziellen Paten für das Projekt gewinnen. Mit einer Videobotschaft unterstützte er die Titelverleihung am 19.12.2019 vor den SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen der Schule. Wir freuen uns sehr, dass wir als 55. Schule zum Netzwerk in Thüringen gehören. Und da wir nicht „locker“ lassen, haben wir das 6. Landestreffen des Netzwerkes SoR – SmC im kommenden März schon fest terminiert.

Das „Schule ohne Rassismus-Team“

Er(Leben) im Kulturanum

Seit bei uns im letzten Jahr Fische ein zu Hause gefunden haben, wächst der Kulturanum-Zoo stets und ständig. Neu ist das riesige Terrarium in welchem bereits jetzt Stabheuschrecken leben und noch weitere Arten hinzukommen sollen. Durch eine Wärmespule, eine Vernebelungsanlage und eine Tageslichtlampe geht es diesen subtropischen Arten hervorragend. Immer donnerstags werden die Anlagen von fleißigen Schülern im Mittagsangebot „Kulturanum-Zoo“ betreut, dazu gehören viele kleine Aufgaben an denen die Schüler viel Freude (Füttern, Düngen, „Staubsaugen“ im Aquarium…), oder weniger Freude (Filter wechseln, Terrarienboden säubern, …) haben. Das zweite Terrarium gehört zu einer Projektarbeit der 10. Klasse, wurde von freundlichen Eltern gespendet und hier wohnt ein asiatischer Skorpion. Diese Art hat, wie alle Skorpione, einen Stachel, allerdings ist das Gift nur für Menschen gefährlich, die eine Bienen- oder Wespen-Allergie haben, worauf ein Warnschild hinweist. Dadurch, dass sich dieses Terrarium aber nur von oben öffnen lässt, kann das Tier nicht ausbrechen und kein Schüler kommt an das Tier heran. Die Pflege dieses Spinnentiers übernimmt natürlich die Gruppe, sodass ihm nichts passiert und die übrigen Kinder trotzdem in den Genuss der Beobachtung kommen.

Renè Gretscher

Kulturanum im Fernsehen

Im Juni drehte ein MDR-Team einen Beitrag im Rahmen der BildungsDOKU zum Thema „Welche Menschen braucht die Zukunft?“ Vorausgegangen waren eine Reihe planerischer + pädagogischer Gespräche mit dem Regisseur Dr. Christoph Peters. Vor allem letztere waren ein großer Gewinn für beide Seiten.
Im Rahmen der ARD – Themenwoche Zukunft Bildung 2019 war die Dokumentation „Ist die Schule noch zu retten? Wie wir künftig lernen müssen“ am 17.11. im MDR zu sehen. Es wurden spannende Lernorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der Suche nach Antworten besucht. Darunter auch unsere Schule.
Wenn Sie den Film verpasst haben, kein Problem. Sie finden ihn in der Mediathek oder unter diesem LINK.

Vorlesetag

Auch in diesem Jahr beteiligte sich unsere Schule am von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung initiierten bundesdeutschen Vorlesetag. Wie jedes Jahr hatten sich einige ehrenamtliche Vorleser bereitgefunden, aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Aber auch Lehrer und Erzieher gehörten zu denen, die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken wollten In diesem Jahr gab es für die Schüler die Gelegenheit in drei verschiedene Bücher hinein zu schnuppern.
Ein herzliches Dankeschön allen Vorleserinnen und Vorlesern für die zwei schönen Stunden.

Markt der Möglichkeiten

Auch in diesem Jahr endet das Kalenderjahr mit einer gemeinsamen Projektwoche unter dem Motto: „Wir sind bunt“. Sei es bei der Produktion einer musikalischen CD oder einem Hörspiel, der Erstellung eines Escape Rooms, einem Selbstverteidigungskurs, einem Rapworkshop, einer Beatwerkstatt, dem Tanztheater oder der Gruppe „Schreib für Freiheit – Briefmarathon Amnesty International sowie dem Fotografieprojekt „Das geht uns alle an“ -überall können sich die Schüler entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten einbringen. Natürlich gibt es auch Bastel- und Schreibwerkstätten, Mal und Zeichenkurse sowie verschiedene Gruppen, die sich rund um die Welt bewegen. Die Gruppe „Fit durch den Winter“ darf auch in diesem Jahr nicht fehlen. Beim Markt der Möglichkeiten wurden all diese Gruppen von den Lehrern vorgestellt, die Schüler konnten sich informieren, nachfragen und nun gilt es sich zu entscheiden. Mit einer sauber geschriebenen und gut formulierten sowie begründeten Bewerbung hat man gute Chancen, seinen Erst- oder Zweitwunsch zu bekommen.

Schulmesse

In diesem Schuljahr war es wieder soweit, alle Jenaer Schulen stellten sich zur Schulmesse interessierten Schülern, Eltern, Großeltern und anderen Gästen vor. Der Andrang war so groß, dass es schwierig war von Stand zu Stand zu gelangen. Das Volksbad erwies sich als zu klein, sodass die Veranstalter über einen größeren Raum in Jena nachdenken müssen.